Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und by Sebastian Feuß

By Sebastian Feuß

​Die nachwachsenden Generationen lernen Mediennutzung heute vorrangig im Umgang mit Internetangeboten. Sind sie deshalb für die Printmedien - zumal die Zeitung - verloren? Umgekehrt gefragt: Wie sollte sich das Zeitungsangebot verändern, damit es für künftige Generationen attraktiv wird? Von den Antworten auf solche Fragen hängt es im Wesentlichen ab, ob die Zeitungen die nächsten Jahrzehnte überleben werden. Über das mikroanalytische device der Blickverlaufsmessung (Eyetracking) untersucht Sebastian Feuß die Nutzung und Rezeption sowohl von Printmedien als auch von Onlineangeboten journalistischer Nachrichtenmedien. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach der Abhängigkeit der Wahrnehmung, der kognitiven Informationsverarbeitung sowie der Seitenerschließung von der Präsentation der Informationsangebote: Wie müssen journalistische Inhalte visuell aufbereitet und präsentiert werden, damit sie wahrgenommen und verstanden werden? Der Autor legt die Forschungsergebnisse offen und diskutiert die praktischen Konsequenzen für die Medienproduktion.

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Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und rezipiert werden

​Die nachwachsenden Generationen lernen Mediennutzung heute vorrangig im Umgang mit Internetangeboten. Sind sie deshalb für die Printmedien - zumal die Zeitung - verloren? Umgekehrt gefragt: Wie sollte sich das Zeitungsangebot verändern, damit es für künftige Generationen attraktiv wird? Von den Antworten auf solche Fragen hängt es im Wesentlichen ab, ob die Zeitungen die nächsten Jahrzehnte überleben werden.

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38 Forschungs- und Wissensstand Ob der Einfluss von Bottom-Up- oder Top-Down-Elementen größer ist, darüber ist sich die Forschung uneins. Sind Blickbewegungen eher bottom-up-gesteuert – oder doch eher top-down? Zu den meistbeachteten Modellen zählt in diesem Zusammenhang das Salienzmodell (salience model) von Itti/Koch (2000), welches das Blickverhalten während Szenenwahrnehmungen und visuellen Suchprozessen beschreibt. Die These lautet: Die Low-Level-Informationen einer (visuellen) Szene bestimmen den Fixationsort.

Danach ist die Wahrnehmung wieder voll auf das neu-fovealisierte Wort gerichtet. Weil zwischen Wahrnehmungsverlagerung und Blickbewegung eine Zeitverzögerung liegt, wird die Information des neuen Wortes bereits aufgenommen, bevor es aus der Parafovea kommend in der Fovea fi xiert wird. ) wird also parallel zu einer Fixation bereits die nächste Sakkade programmiert. Ihrer Basismechanismen-Hypothese folgend, übertragen Rayner/Pollatsek (1992) das auf das Lesen bezogene Modell von Morrison (1984) auf Szenenwahr- 36 Forschungs- und Wissensstand nehmungen und visuelle Suchprozesse.

Das nichtassoziative Lernen umfasst die Gewöhnung (Habitualisierung) und die Sensitisierung. Die Unterscheidung zwischen assoziativem und nicht-assoziativem Lernen beruht auf der Frage nach der Existenz von Reiz-Reaktionsbeziehungen. Beim nicht-assoziativen Lernen bestehen bereits Reiz-Reaktionsbeziehungen – und es geht um die Frage, ob diese verstärkt oder abgeschwächt werden. Beim assoziativen Lernen geht es dagegen um das Entstehen neuer Reiz-Reaktionsbeziehungen. Bei der klassischen Konditionierung handelt es sich um einen Lerntyp, der durch die Paarung von zwei Stimuli kontrolliert wird.

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