Beobachtung verstehen, Verstehen beobachten: Perspektiven by Tilmann Sutter (auth.), Tilmann Sutter (eds.)

By Tilmann Sutter (auth.), Tilmann Sutter (eds.)

Dr. Tilmann Sutter ist tätig an der Universität Freiburg und ist Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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6 der Hermeneutik und der Literaturtheorie mit denen der empirischen Forschung verbindet. Es hat mich gefreut, daß die Herausgeber bereit waren, das Buch in die Reihe "Konzeption Empirische Literaturwissenschaft" aufzunehmen. Erkenntlich bin ich ihnen auch für ihre kritische Durchsicht des Manuskriptes.

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Die folgende Gegenuberstellung geht zunachst den Parallelen zwischen den beiden Konzeptionen nach, wobei zumindest vier Konvergenzpunkte von Interesse sind. 2 a) Foucault definiert den Diskurs als Menge von Aussagen, als eigensinnig strukturiertes Aussagenfeld. Die diskursive Praxis bildet, wie es in Fortfuhrung der Tradition Emile Durkheims heiBt, eine Ordnung sui generis. Das besagt, daB Diskurse eine emergente Ordnungsebene darstellen, deren Eigenschaften und Qualitaten sich nicht durch die Eigenschaften der beteiligten Elemente bzw.

Diese Differenz ist in verschiedensten Kontexten thematisiert worden. B. hat eine Differenz zwischen der mythischen und der wissenschaftlichen Logik gesehen und beschrieben, aber er hat es - gegen bornierte und teleologische Vorstellungen von Entwicklung - vorgezogen, Wissenschaft ubiquitar anzusetzen; dabei allerdings ist ihm unter der Hand die Differenz ins All-Eine eines strukturierenden Geistes zusammengefallen. Demgegenuber lieB Sigmund Freud die beiden Logiken in seinen Beschreibungen des Primiir- und des Sekundarprozesses ontogenetisch aufscheinen, demgegenuber auch hat Piaget das praoperationale Denken yom operationalen Denken unterschieden.

Die beiden Logiken fungieren dabei zumindestens bei Piaget nicht Hinger als begriindende metaphysische Prinzipien, weil ihre subjektseitige, ontogenetisch-interaktive Konstruktion rekonstruktiv eingeholt wird. a. an Piaget versucht, die beiden weltkonstitutiven Logiken ontogenetisch und historisch einsehbar werden zu lassen. Ein zu allen Zeiten in der friihen Ontogenese sich interaktiv ausbildendes kognitives Konstrukt, die sogenannte subjektivische Logik, wurde - historisch gesehen - als Grundstruktur des Weltverstehens allmahlich und zunehmend durch die sogenannte funktional-relationale Logik abgelost, bis diese schlieBlich - im Umbruch zur Neuzeit - die neue Gnindstruktur wurde.

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