Die Apparatefärberei by Gustav Ullmann

By Gustav Ullmann

Das Farben del' Textilfasern auf mechanischen Apparaten hat erst in den letzten Jahren einen machtigen Aufschwung genommen. Die erst en Leistungen dieses neuen Farberei zweiges, del' um das Jahr 1880 bekannt zu werden begann, waren freilich nicht geeignet, den Konsumenten Zutrauen zur Verwendung del' in Apparaten gefarbten Waren einzufiofien, und besonders die schlechten Resultate beim Farben ge wickelter Materialien entmutigten auch jene, welche sich gerne die Vorteile del' neuen Arbeitsweise zunutze gemacht hatten. Die Lage hat sich seitdem abel' vollstandig zu Gunsten del' Apparatefarberei geandert. Diesel' Umschwung wurde durch das griindliche Studium del' Anforderungen, die zur Er reichung eines intestine en Resultates zu erfiillen sind, hervorgerufen: Die l\;Iaschinen wurden verbessert, die Farbenindustrie forderte die Entwicklung sehr durch die Lieferung del' geeigneten Farbstoffe, guy hat schliefilich auch die Eigenart des Farbens auf Apparaten erkannt und wesentlich sich bescheiden gelernt, llichts Unmogliches zu verlangen. So traten die Vorziige del' auf Apparaten gefarbten Textilmaterialien immer mehr zu Tage, und heute gibt es wohl kaum noch einen grofieren Fabrikbetrieb, der jene, wenn sie sich iiberhaupt in seiner Fabrikation verwenden lassen, nicht auch schon aufgenommen und sich dadurch nicht die Vorteile, die diese neue paintings des Farbens den Konsumenten bietet, zugewendet hatte. Die Entwicklung der Apparatefarberei ist abel' durchaus noch nicht abgeschlossen, um so weniger, als sie mit der der Farbenindustrie gleichen Schritt halten mufi und jeden Tag Vorwort.

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1) Lehnes Farber-Zeitung 1893/94, 240. 2) Lehnes Farber-Zeitung 1894/95, 238. Apparate fiir gewickeltes Material mit Packung unter Pressung. 55 Sind nun die Kastenpakete eingesetzt, so preBt man mittels der Pumpe die Farbflotte durch das Rohr R in den Raum D; sie durchdringt die perforierten Wandungen und muB, da die Kastenpakete an den Seiten, sowie an den oberen und unteren Enden abgedichtet sind, durch die in den Paketen befindlichen Garne hindurchdringen, um durch die auBeren perforierten Langswande des Apparates B in den Farbbottich zuriick zu gelangen.

Freilich empnehlt sich speziell fUr lose Wolle starke Pressung nicht, da sie quillt und die Pressung nach der Durchnetzung verstarkt. Man wird die Apparate diesel' Gruppe dort wahlen, wo gewickelte und ungewickelte Materialien zum Farben gelangen sollen. Es laBt sich ja schlielHich del' Grad der Pressung je nach dem vorliegenden Material regulieren. Das Material wird in prismatische oder zylindrische Raume zwischen ein Boden- und ein Deckelsieb eingelegt, welch letzteres aufgepreBt wird. Um gewickelte Korper VOl' Schadigung durch die Pressung zu bewahren, miissen dieselben durch Einschieben eines Stabchens, del' Spindel, in den zentralen Kanal geschiitzt werden.

P. 64590 1) von Eduard GeBler in Metzingen. Die Kardenbander befinden C~ ~",c~ee Y''''''''~'£ f""~" Fig. 15. sich in den Zylindern a (Fig. 16 u. 17), welche unten je mit einem Siebboden at und oben mit dem Deckel as verschlossen sind. Die ZylindergefaBe a sind luftdicht in die Offnungen b3 des festen Deckels b l der Farbkufe b eingesetzt. ]'iir den luftdichten VerschluB sorgt das Eigengewicht jedes Zylinders und del' ihn umgebende konische Abdichtungsring a2, welcher in den konisch ausgearbeiteten Deckelausschnitt del' Kufe genau paBt.

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