Die betriebliche Gewinn- und Kapitalbeteiligung: Als by Johannes Kramer

By Johannes Kramer

Eines der ungelOsten Probleme marktwirtschaftlich orientierter Gesellschaftsordnun gen wie der Bundesrepublik Deutschland ist die Beteiligung der Arbeitnehmer an den Ertragen und an der Eigentumsbildung in der Wirtschaft. Zu dieser Feststellung mu guy kommen, obwohl dieses challenge so alt ist wie die "Soziale Frage" selbst und obwohl Forderungen nach einer Gewinn-und Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer seit dem immer wieder erhoben worden sind. Vermogenspolitik wird zwar vielfach umfas sender verstanden: So umf t der Begriff nach allgemeinem Verstandnis die politische Einfl nahme auf alle Vermogensarten, so die Sparforderung und Geldvermogensbil dung, die Bausparforderung und die Bildung von Haus-und Grundvermogen sowie die Beteiligung am Produktivvermogen. Aber der eigentliche Kern der Vermogenspolitik ist nach Auffassung des Verfassers ausgerichtet auf die in Marktwirtschaften bestehen de Ordnung des Privateigentums an Produktionsmitteln. Danach ist die Vermogenspo litik der politische Ansatzpunkt zur strukturellen Reform marktwirtschaftlich orien tierter Gesellschaftsordnungen, ohne d die grundlegenden Ordnungselemente wie das deepest Eigentum an Produktionsmitteln und die marktwirtschaftliche Steuerung in ih rer Wirksamkeit beeintriichtigt werden. Zur Losung dieses vermogenspolitischen difficulties haben sich in den wissenschaftli chen Analysen und in den Vorschlagen der Parteien und Verbiinde neben "flankieren den M nahmen" VOT allem der Steuerpolitik drei Grundmodelle herausgebildet: die betriebliche und die iiberbetriebliche investive Gewinnbeteiligung und der Investiv lohn.

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Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte measurement sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien.

Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und rezipiert werden

​Die nachwachsenden Generationen lernen Mediennutzung heute vorrangig im Umgang mit Internetangeboten. Sind sie deshalb für die Printmedien - zumal die Zeitung - verloren? Umgekehrt gefragt: Wie sollte sich das Zeitungsangebot verändern, damit es für künftige Generationen attraktiv wird? Von den Antworten auf solche Fragen hängt es im Wesentlichen ab, ob die Zeitungen die nächsten Jahrzehnte überleben werden.

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D) Arbeitnehmer in gewinnschwachen Untemehmen werden keineswegs iiber Gebiihr benachtelligt, da die Zuwendungen auf der Grundlage einer Durchschnittsrendite aIler Untemehmen irn Bereich des Tarifvertrages berechnet wird. e) Arbeitnehmer in Untemehmen, die aufgrund der Rechtsform keine Belegschaftsaktien ausgeben konnen, erhalten ebenfalls Aktien von Gesellschaften aus dem Be· reich des Arbeitgeberverbandes (,iiberbetriebliche Komponente'). Die die technischen Probleme eines derartigen Angebots (vor aIlem Insolvenzsiche· rung, Obertragbarkeit bei Betriebswechsel, ErmittIung einer Durchschnittsrendite, Zu· wen dung von Aktien anderer Untemehmen) durchaus losbar sind, liegt ein entspre· chen des Angebot durch einen Arbeitgeberverband irn Bereich des MOglichen.

Je mehr diese Ziele erreicht wurden, um so mehr hat sich die Arbeiterschaft mit der bestehenden Gesellschaftsordnung auf der Grundlage des Privateigentums identifIzieren kannen. Diese durch die Konkurrenz der Weltanschauungen bedingte EntwicIdung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch die "Konkurrenz der Systeme" im direkten Vergleich mit der DDR noch verstarkt. 3. Erst mit der Durchsetzung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts der parlamentarisch-repriisentativen Demokratie hatte die vermagenspolitische Diskussion eine Chance, auf der politisch-staatlichen Ebene aufgegriffen zu werden.

1976 mit einem Stimmenverhiiltnis von 12:1 angenommen wurden. Allerdings stie~ dieses Konzept iiberwiegend auf die Ablehnung der Mitgliedsverbande, die mittelstandische Unternehmen repriisentieren. " Die Anlage soli in haftendem Kapital erfolgen. Es wird anerkannt, d~ sich bei einer Anlage im arbeitgebenden Unternehmen das Problem der Kumulierung von Arbeitsplatz- und Kapitalrisiko stellen kann. Es sei deshalb zu priifen, ob gemeinsame Einrichtungen mit einem Umlageverfahren dem begegnen konnen.

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