Die Zukunft der Ernährungswissenschaft by Gesa U. Schönberger (auth.), Dipl.oec.troph. Gesa U.

By Gesa U. Schönberger (auth.), Dipl.oec.troph. Gesa U. Schönberger, Uwe Spiekermann (eds.)

Die Ernährungswissenschaft steckt in der Krise. Obwohl das Interesse an gesunder Ernährung seit Jahren wächst, sind es nicht die Wissenschaftler, die die aktuellen Diskussionen anführen. Stattdessen bestimmen Medien, Lebensmittelhersteller und Verbraucherverbände die öffentliche Debatte. Für diesen scheinbaren Widerspruch gibt es gewichtige Gründe. Es ist Zeit die Probleme und Perspektiven der Ernährungswissenschaft endlich aus dem Fach heraus aktiv anzugehen. Dieser Band bietet eine umfassende Bestandsaufnahme und gibt zugleich Impulse für künftige Diskussionen. Denn eine gesunde und zukunftsfähige Ernährung setzt eine Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft, Ausbildung, Politik und Öffentlichkeit voraus.

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Wandel der Interpretation: Kafkas, Vor dem Gesetz‘ im Spiegel der Literaturwissenschaft

6 der Hermeneutik und der Literaturtheorie mit denen der empirischen Forschung verbindet. Es hat mich gefreut, daß die Herausgeber bereit waren, das Buch in die Reihe "Konzeption Empirische Literaturwissenschaft" aufzunehmen. Erkenntlich bin ich ihnen auch für ihre kritische Durchsicht des Manuskriptes.

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And science therefore has lost its possession of privilege. It is simply one among many world views. If you look for a concrete example of that, look at the growth of alternative medicine. Medicine, traditional medicine, has shown itself tobe an extraordinary powerful approach to the treatment of illness and functional disorder. However, more and more people are turning to alternative medicine. Because for some reason they have lost the view that traditional medicine is the only way to treat one's body.

Deren Forschungspraxis blickt irritiert auf den strebenden Menschen, doch ihr eigentlicher Fokus ist der objektivierte, der zu belehrende, der duldende Mensch. Was bei Stoffwechselfragen noch sinnvoll erscheint, wird zum Problem, wenn wir den Bereich der gesunden Ernährung betreten. Menschen handeln. Sie besitzen Eigensinn. Ihr Tun ist nicht an sich defizitär. Die Vorstellung eines aktiv tätigen Menschen erfordert anderes von der Wissenschaft als hierarchische Belehrung. Sie fordert Nachdenken über das eigene Handeln, um dann gezielt zu handeln.

33 Auch nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Stoffwechsel einzelner Mineralstoffe, so etwa von Jod, intensiv erforscht. Eine systematische und erfolgreiche Kropfprophylaxe wurde so grundsätzlich möglich. 34 Parallel entwickelte sich seit der Jahrhundertwende eine intensive biochemisch fundierte Enzymforschung, auf deren Basis Stoffwechselfragen neu bewertet werden mussten. 35 Generell wurde die alte Kalorienlehre überwölbt, trat an die Stelle einer energetischen eine funktionelle Betrachtung. Die Zahl bekannter essentieller Stoffe stieg schnell an, Nahrung und Ernährung erwiesen sich als wesentlich komplexer als bisher angenommen.

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