Emotion, Kommunikation, Konflikt: Eine historiographische, by Robin Kurilla

By Robin Kurilla

​Robin Kurilla zeigt, dass Emotionen als soziale bzw. kommunikative Konstrukte in verschiedenen Kulturen auf je eigene paintings und Weise als Medien des Konflikts fungieren. Vom Standpunkt einer mit Heidegger angereicherten model der plessnerschen Anthropologie werden Konflikt- und Emotionstheorien von Aristoteles bis Luhmann einerseits als Analyseinstrumente und andererseits als Teile derjenigen sozialen Prozesse betrachtet, die sie zu beschreiben und erklären bestrebt sind. Auf dieser Grundlage erstellt der Autor eine kommunikationstheoretische Begriffsstruktur für Emotion und Konflikt, deren Konturen durch eine kulturvergleichende Studie zur kommunikativen Konstruktion von Emotion und Konflikt in San Sebastián, dem Ruhrgebiet und Bali detailliert nachgezeichnet und mit empirischen Inhalten gefüllt werden.

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Allerdings bestehe dafür insofern keine Garantie, als willkürliche und unwillkürliche Bewegungsimpulse verschiedene Bahnen einschlügen. Bei Tourangeau und Ellsworth (1979: 1521) kommt die FacialFeedback-Hypothese zu ihrer vollen Ausgestaltung, zumal hier die Mimik als einziger Bedingungsfaktor emotionalen Erlebens ausgewiesen wird. (vgl. Kurilla 2007: 88f) Es hat zunächst den Anschein, als würde der Organismus hier tatsächlich kognitiviert. Doch kann bei näherem Hinsehen davon kaum die Rede sein.

Einerseits gibt es auch Emotionen, die nicht mit leiblichem Erleben einhergehen wie bspw. Hoffnung, Liebe oder Zufriedenheit (vgl. Röttger-Rössler 2004: 50). Andererseits existieren auch andere leibliche ‚Denkformen’, die sich etwa wie oben angemerkt in der Steuerung motorischer Bewegungen äußern. Vielleicht ließe sich leibliche Emotionalität auch durch ihre Passivität von anderen leiblichen ‚Denkformen’ unterscheiden. Der Leib ist also keine conditio sine qua non für Emotionserleben jeglicher Art, er kann jedoch als Charakteristikum bestimmter Emotionen betrachtet werden.

Es kann auch unter keinen Umständen von Empathie gesprochen werden, wenn bei der Beobachtung von motorischen Bewegungen im Allgemeinen oder Ausdrucksbewegungen im Besonderen beim Beobachter ähnliche neuronale Muster aktiviert werden wie bei demjenigen, der die Bewegungen ausführt. Spiegelneuronen sagen nichts über die Erfahrungsweise der Personen, bei denen sie aktiviert werden. Es ist indessen trivial und bedarf keiner weiteren Erläuterung, dass die Situationswahrnehmung und -deutung auf bestimmte sensorische Daten angewiesen ist, die im Gehirn verarbeitet werden.

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