Mikroskopische Untersuchungen: Leitfaden für das by Carl Mez

By Carl Mez

I)urch die vierte Ausgabe des Deutschen Arzneibuches wurde die mikroskopische Untersuchung einer gro1\en Anzahl von Drogen obligatorisch gemacht. Es wurde dadurch dem Umstande Rechnung getragen, da1\ die Drogen jetzt haufiger als friiher in zerschnittenem und gepulvertem Zustande im Handel sind und da1\ derartige Dl'ogenformen wesentlich mit Hilfe des Mikl'oskops auf Echtheit und Reinheit gepriift werden miissen. Die Erfahrungen des Verfassers beim pharmazeutischen Unterricht haben ihm gezeigt, da1\ nicht wenige del' neu vor geschriebenen Priifungen nur untel' genauer Anleitung des haufig mikroskopisch nicht vollig durchgebildeten Untersuchers aus gefiihrt werden konnen. Das vorliegende Biichlein enthalt die vielfach, auch von Anfangern in del' Mikroskopie, el'probten An weisungen zur Durchfiihrung del' Untersuchungen. Aufgenommen \yurden nur diejenigen Dl'ogen, deren vom Arzneibuch angegebene Merkmale notwendig mit dem Mikroskop gepriift werden miissen. Dagegen wurde alles weggelassen, zu dessen Erkennung die Lupe geniigt. Als Aufgabe del' Untersuchung wurde die betreffende Vor schrift des Arzneibuches an die Spitze jedes Abschnittes gestellt; zur Ausfiihrung diesel' Vorschrift werden die einfachsten und sicher sten Wege beschl'ieben. Dagegen wurde es del' wiinschenswel'ten Kiirze des Buches wegen mit Absicht vermieden, andere als die obligatorisch gemachten Merkmale in den Kreis del' Betrachtung zu ziehen. Besonders beriicksichtigt wurde, da1\ es llicht darauf allkam, Anleitullg zur Priifung besonders schoneI' und leicht praparier barer Sammlungsstiicke, sondern del' im Handel befindlichen Vorwort. VI Durchschnittsware von Drogen und Drogenpulvern zu gebell. Dabei wurde Verfasser in dankenswerter Weise durch die Herren Caesar & Loretz in Halle unterstiitzt, welche ihm samtliche gegenwartig gehandelten Drogenformen zur Verfiigung stellten.

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Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

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Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und rezipiert werden

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Die Driisenschuppen (groJle sitzende, kugelformige Driisenhaare) sind schon bei Lupenbetrachtung als gliinzende, dem Blatt aufsitzende Kornchen sichtbar und werden deshalb weder hier noch fUr die andern offizinellen LabiatenBlatter, wo sie die Lupe gleichfalls geniigend zeigt, abgebildet.

Beide Drogellformen konnen leicht zwischen Kork geschnitten und wie die unzerkleinerte Rinde untersucht werden. 111ltersuelllmg der Pulver. In beiden Pulversorten bilden die intakt gebliebenen, seltener (im p ul vis sub tilis) zerbrochenen Kristalle wei taus das auffiilligste Merkmal, gegen welches die iibrigen Pulverelemente zuriicktreten. Kork ist sehr wenig vorhanden; auch die Menge del' (allenneist zerbrochenen') Sklerenchymfasern ist eine geringere, als man nach ihrem \' orwiegen auf dem Q,uerschllitt erwartell mochte.

A Stuck eines Blumenblattes (L Leitbftndel, H Haar, Dr Drfisenhaar)j b Stiick eines Kelchblattesj c P artikel yom Bliitenstiel j d HaBr Yom Bliitenstiel. Untersuckung des Pulvers. - Dasselbe wird in Chloralhydrat eingelegt und betrachtet. Nur in ganz vereinzelten Fallen und beim Durchsucben vieler Praparate wird man so gro£e Fragmente finden, Flores Verbasci. - lIDoU&lumen. 49 wie sie unsere Figur (Fig. 32a) el'giebt. Als kenntliche, vorwiegende Bestandteile des Pulvers sind immer deutlich die Fragmente der englumigen, glatt en, dickwandigen Haare, an welch en man vielfach Stellen finden wird, wo das Lumen vollkommen ausgefiillt ist.

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