Partizipation in der Wissensgesellschaft: Funktion und by Ray Hebestreit

By Ray Hebestreit

​Wie können in zeitgenössischen (Wissens-)Gesellschaften Qualität und Legitimität politischer Entscheidungen gewährleistet und verbessert werden? Dazu wird seit einigen Jahren nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland vermehrt die Einbeziehung zusätzlicher Akteure in die politische Willensbildung und Entscheidungsfindung jenseits repräsentativ-demokratischer Institutionen und Verfahren gefordert. Diese Forderungen zielen insbesondere auf eine Inklusion der Bürger mit ihrem spezifischen Wissen, ihren Wertvorstellungen und Problemwahrnehmungen im Sinne einer „partizipatorischen Politikberatung“ ab. Ray Hebestreit untersucht in dieser Studie, wie dies durch diskursive Beteiligungsverfahren – namentlich Mediation im öffentlichen Bereich, Planungszelle bzw. Bürgergutachten und Konsensuskonferenz – erfolgen kann.

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Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte measurement sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien.

Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und rezipiert werden

​Die nachwachsenden Generationen lernen Mediennutzung heute vorrangig im Umgang mit Internetangeboten. Sind sie deshalb für die Printmedien - zumal die Zeitung - verloren? Umgekehrt gefragt: Wie sollte sich das Zeitungsangebot verändern, damit es für künftige Generationen attraktiv wird? Von den Antworten auf solche Fragen hängt es im Wesentlichen ab, ob die Zeitungen die nächsten Jahrzehnte überleben werden.

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Auf Grundlage vorliegender empirischer Erkenntnisse ist es hier unmöglich zu entscheiden, ob man sich in einer Situation relativ gesicherten Wissen (etwa über die Folgen einer Handlung) oder unerkannten Nichtwissens (über deren Folgewirkungen) befindet.

2 Nichtwissen Die Produktion von Wissen hat sich seit Beginn der Neuzeit nicht nur gesteigert, sondern auch immer weiter beschleunigt. ). Seit einigen Jahren jedoch 46 Deutlich wird diese Entwicklung etwa wenn man betrachtet, wie vor allem Unternehmen seit einigen Jahren das Patentrecht strategisch einsetzen, nicht nur um die eigentlichen neuen Erkenntnisse und Technologien für einen gewissen Zeitraum zu schützen und so wirtschaftlich von ihnen zu profitieren (Patente verstanden als zeitlich befristete Monopole), sondern wie rund um diese weitere Patente angemeldet werden, die keinen konkreten Nutzen haben, sondern in erster Linie dazu dienen, Entwicklungen von Konkurrenzunternehmen in ähnliche Richtungen zu unterbinden.

Zugleich erhöht sich in der Wissensgesellschaft jedoch auch sukzessive der Stellenwert nichtwissenschaftlichen Wissens, etwa von lokalem, kontextspezifischem oder alltäglichem Wissen. Dieses Teilkapitel thematisiert vor diesem Hintergrund – aufbauend auf den erörterten Veränderungen der Gesellschaftsordnung sowie der sie vorantreibenden Prozesse der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft bzw. der Vergesellschaftung der Wissenschaft – zunächst den gesellschaftlichen Stellenwert von wissenschaftlichem wie nichtwissenschaftlichem Wissen sowie im Anschluss daran das Phänomen des Nichtwissens in der Wissensgesellschaft.

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