Plädoyer für eine Befreiung des Wohnens aus den Zwängen by Christoph Hackelsberger

By Christoph Hackelsberger

Show description

Read Online or Download Plädoyer für eine Befreiung des Wohnens aus den Zwängen sinnloser Perfektion PDF

Similar german_4 books

ASIC-Design: Realisierung von VLSI-Systemen mit Mentor V8

In diesem Buch wird der Entwicklungsablauf und die Realisierungstechniken für anwendungsspezifische Schaltkreise am Beispiel einer Speicherschaltung in CMOS-Technologie vorgestellt. Dabei werden alle Entwurfsschritte von der Erstellung des Lastenheftes bis zur Generierung des Testprogramms angesprochen.

Dateien und Datenbanken: Eine anwendungsorientierte Einführung

Schwerpunkte dieses Lehrbuchs sind der Entwurf und die Entwicklung einfacher Datenbankanwendungen. Zunächst wird am Beispiel typischer Datenstrukturen und Algorithmen die Verwaltung unverbundener Dateien behandelt. Anschließend folgt, ausgehend von Beispielen zur Datenbankverwaltung in weitverbreiteten Softwarepaketen, eine Einführung in den Entwurf von Datenbanken.

Historische Sozialforschung: Einführung und Überblick

Aus dem Inhalt: Historische Sozialforschung / Geschichtstheorie / Geschichte und Theorien der Sozialwissenschaften / Quantitative Methoden für die Historie / Neue Quellen- und Datenformen

Extra resources for Plädoyer für eine Befreiung des Wohnens aus den Zwängen sinnloser Perfektion

Example text

Noch immer ist dies - unverandert - die Idealvorstellung von 80 Prozent aller Burger dieses Landes. Davon gilt es auszugehen - ob einem diese aus ideologischen Grunden oft verteufelte, unter planerischen Gesichtspunkten abgelehnte V orliebe nun pailt oder nicht. Der Wunsch nach dem eigenen Haus bringt ein Unabhangigkeitsstreben und das Verlangen nach Selbstbestimmung zum Ausdruck, das rational nicht hinreichend zu erklaren ist. Hier wirken wohl iiberlieferte Erfahrungen und Gewohnheiten bis in unsere Tage nacho Gerade die aus der Wohnungsmangellage in den Ballungsraumen resultierenden Abhangigkeitserlebnisse wurden, mindestens bei einem Teil vor allem der bereits Verantwortung tragenden Bevolkerung, in V orlieben fur selbstbestimmtes Wohnen umgesetzt, hatte die durch Verregelung sich selbst behindernde Gesellschaft nicht jede Hoffnung auf Realisierung solcher Wunsche zu Tagtraumereien gemacht.

Ganz im Gegenteil haben machtige gesellschaftliche Gruppen in diesem Staat zwar nicht die Sozialisierung des Bodens erreicht, wohl aber den Markt und somit die Verfugbarkeit in ihrem Sinn manipuliert. Zuerst wurde die Offentlichkeit mit der Drohung von der Totalzersiedelung des Landes terrorisiert, dann wurde versucht, mittels des Bundesbaugesetzes burokratische Gerechtigkeit zu erzielen. DaB dieses mehrfach novellierte, seinerzeit als "Jahrhundertgesetz" gepriesene Elaborat, gleich allen anderen umfassende Gerechtigkeit versprechenden Eingriffen, eher eine Optimierung der negativen Seiten erreichte, ist langst allen realistischen und ideologisch nicht verblendeten Burgern klar.

Diese treten zuerst im Bereich der ErschlieBung auf und reichen iiber die Griindung bis hin zur GrundriBbildung. Mangelnde Besonnung fiihrt zu erhohten Heizkosten, Windausgesetztheit desgleichen. Ahnlichkeit festgelegte Baudetails, etwa im Dachbereich, bringen Erschwernis, ja Unmoglichkeiten fur GrundriB und Konstruktion. Asthetik verheiBende Randglosse begleitet und verriit, daB der planerisch unfahige Erfinder Bauen nicht als einheitlichen, intelligent en V organg zur Erlangung dreidimensionaler Riiumlichkeit, sondern als Spiel mit bildhaften Versatzstucken ansieht.

Download PDF sample

Rated 4.86 of 5 – based on 42 votes