Schizophasie in Linguistischer Deutung by Horst Flegel (auth.)

By Horst Flegel (auth.)

Show description

Read Online or Download Schizophasie in Linguistischer Deutung PDF

Best german_8 books

Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte size sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien.

Auf den ersten Blick: Wie Medieninhalte wahrgenommen und rezipiert werden

​Die nachwachsenden Generationen lernen Mediennutzung heute vorrangig im Umgang mit Internetangeboten. Sind sie deshalb für die Printmedien - zumal die Zeitung - verloren? Umgekehrt gefragt: Wie sollte sich das Zeitungsangebot verändern, damit es für künftige Generationen attraktiv wird? Von den Antworten auf solche Fragen hängt es im Wesentlichen ab, ob die Zeitungen die nächsten Jahrzehnte überleben werden.

Extra info for Schizophasie in Linguistischer Deutung

Example text

Bei der Unterscheidung prozeBhafter und defektuoser Denkstorungen hebt BERZE die Zerfahrenheit von der Verschrobenheit abo Die Zerfahrenheit beriihre sich vielfach mit der Amentia. Verschrobenheit habe nichts mit einer BewuBtseinsanderung zu tun. Sie komme bei den Schizoiden ebenso vor wie bei den "inaktiven" ProzeB-Schizophrenien. Allerdings konnten Zerfahrenheit und Verschrobenheit zugieich auftreten. Von einer "Wortschatzverarmung" (KLEIST) konne man bei Schizophrenen nur insofern sprechen, "wie junge Leute gelegentlich irgendein Modewort zu Tode hetzen".

1m Sommer schneie es nicht, es sei Juni, und es bluhe! Nach ihrem Verhalten bei einem Sortierungstest erfasse die Kranke Einzelgegenstiinde als Individuen und nicht als Reprasentanten einer Klasse. Der Wollfaden exemplifiziere fUr sie keine Farbe. Das pferdebild reprasentiere keine Tierklasse. Eine Geschichte oder ein Sprichwort nehme sie nicht als Verhaltensregel. Gruppiert habe sie nach der jeweiligen konkreten Augenblickssituation oder Zu/alls-Assoziationen und nicht nach abstrakten Xhnlichkeiten.

W. verharrte auf einem Fleck. In den letzten Jahren war er lebhafter und aktiver. 1951 beschaftigte er sich mit Mathematik und Stenographie. Spater ging er regelmaBig in Urlaub und kehrte piinktlich zuriick. Bei der Arbeit war er fleiBig. Mit den Mitkranken spielte er Karten. Die Intelligenzpriifungen ergaben, daB W. Bilder und Sprichwarter nicht verstand. Er redete vorbei, "konfabulierte und phantasierte". Ohne sinnvollen Zusammenhang reihte er Satz an Satz. Wegen Verstandigungsschwierigkeiten vermochte er in den letzten Jahren auBerhalb des Landeskrankenhauses beruflich nicht mehr FuB zu fassen, trotz wiederholter Versuche.

Download PDF sample

Rated 4.32 of 5 – based on 41 votes