Schmerz und Schmerzhaftigkeit by A. Auersperg

By A. Auersperg

Die schmerzhaften Syndrome, welche nun dank des Entgegenkommens des Springer-Verlages ihre monographische Darstellung finden, wurden zu verschiedener Zeit festgestellt. Die Beobachtungen an Myalgikern, Kausalgikern, Amputations phantomen und Kopfverletzten stammen aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Meine Mit arbeiter im Luftwaffenlazarett Wien waren vor allem FISCHER-BRUGGE, DAL BIANCO und BRUCKE. Die groBziigige Gastfreundschaft der Chirurgischen Klinik Vasconzelos in Sao Paulo gab mir anschlieBend die Moglichkeit, unsere Erfahrungen an einer Vielfalt viscerogener Schmerzsyndrome anzuwenden. In dem vielseitig gebildeten Neurologen O. AIDAR des anatomischen Institutes Sao Paulo hatte ich gleichzeitig einen hervor ragenden Mitarbeiter im Selbstversuch. 1m Jahre 1949 zur Einrichtung der Psychiatrischen Klinik nach Concepcion, Chile, berufen, wurde ich von meinem damaligen Assistenten J. WEIBEL in die Ableitungstherapie eingefiihrt, welche sich in seinen H1inden erstaunlich erfolgreich erWles. Der Umstand, daB sich die folgende monographische Darstellung auf Notizen verschiedener Untersuchungsperioden bezieht, 11iBt die Gesamtdarstellung sowohl sprachlich wie inhaltlich etwas uneinheitlich erscheinen. Aus einem GuB ist die Zusammenfassung, welche zugleich die Hille der Einzelprobleme in einen gemein samen Horizont stellt. Es diir.fte deshalb das Studium dieser etwas miihseligen Mono graphie erleichtern, wenn der Leser sich vorerst durch die Lektiire der zusammen fassenden Synopsis ins Bild setzt. Heidelberg, den 18. April 1962 Alfred Prinz Auersperg Inhaltsverzeichnis Erstes Kapitel Seite Der viscerogene Schmerz A. Exposition der Fragestellung 1 1. Klinischer und physiologischer Standpunkt zum Schmerzproblem . 2. Exteroceptiver und interoceptiver Smmerz .

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6 der Hermeneutik und der Literaturtheorie mit denen der empirischen Forschung verbindet. Es hat mich gefreut, daß die Herausgeber bereit waren, das Buch in die Reihe "Konzeption Empirische Literaturwissenschaft" aufzunehmen. Erkenntlich bin ich ihnen auch für ihre kritische Durchsicht des Manuskriptes.

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Schlitzt der exteroceptive Schmerz das betroffene Individuum als eine zutreffende warnende Meldung, so macht im Gegensatz dazu der interoceptive Schmerz das kranke Individuum zur leichten Beute und laBt auf diese Weise das Abgelebte und Kranke verschwinden, urn das Gesunde, das Bild der natlirIimen Ordnung, bestimmen zu lassen. Wir smlieBen unsere beschreibende, aktualphysiologism orientierte Gegenliberstellung von exteroceptiver und interoceptiver Schmerzreaktion mit diesem Hinweis des einander geradezu entgegengesetzten biologischen Sinnes, nicht nur urn der bisherigen Gegenliberstellung einen passend erscheinenden AbschluB zu geben, sondern aus einem eminent praktischen Grund.

B. PENFIELD der Auffassung, daB es zumeist die Zerrung der in den Sinus sagittalis einmiindenden Venen ist, welche sowohl bei Tumor cerebri als auch bei Liquorunterdruck den Kopfschmerz verursache. Es kann kein Zweifel sein, daB dieses Receptionsfeld in der Auslosung des Kopfschmerzes eine wesentliche Rolle spiel en kann, aber nicht spielen muB. So ist die posttraumatische Liquorrhoe durch die Nase mit ihrem verhaltnismaBig raschen Absacken im luftgefiillten Schadelinneren nur sehen von Kopfschmerz begleitet, obwohl hier das Gehirn zeltformig abfallend, in seinem ganzen Gewicht nur an diesen Venen hangt.

B. der Kausalgie (nach DAVIS und POLLOCK auch bei libertragener Schmerzha:ftigkeit) der Sympathicus auf die Schmerzha:fligkeit des Receptionsfeldes EinfluB nehmen kann. 5. Umgekehrt hat das Funktionssubstrat die so haufige Korrelation von Schmerzha:fligkeit und vasomotorischen Effekten zu begriinden. Vom Standpunkt des Klinikers muB also das Funktionssubstrat der Schmerzha:fligkeit eine hochst komplexe Struktur haben, urn alle diese Besonderheiten der Schmerzhafl:igkeit zu verwirklichen, welchen der Kliniker begegnet.

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