Talk auf allen Kanalen: Angebote, Akteure und Nutzer von by Jens Tenscher, Christian Schicha

By Jens Tenscher, Christian Schicha

Wie kaum ein anderes style steht die Entwicklung und Ausdifferenzierung von Talkshows für den ökonomischen, inhaltlichen und präsentativen Wandel, den das deutsche Fernsehen seit der Dualisierung der Rundfunklandschaft durchlebt. Zugleich spiegeln Talkshows tiefergehende kulturelle, mediale und politische Veränderungen moderner Gesellschaften wider, wie sie in der alltäglichen Vermischung von Privatem und Öffentlichem, von Unterhaltsamen und Informativem, von Sensationellem und Trivialem und letztlich auch von Politischem und Unpolitischem zum Ausdruck kommen. Hier zieht der Sammelband eine umfassende Zwischenbilanz, in der sowohl die theoretischen Implikationen der Talkshowisierung als auch empirische Befunde zu Akteuren, Formaten, Erwartungen, Nutzungen und Wirkungen des Talks auf allen Fernsehkanälen präsentiert werden

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6 der Hermeneutik und der Literaturtheorie mit denen der empirischen Forschung verbindet. Es hat mich gefreut, daß die Herausgeber bereit waren, das Buch in die Reihe "Konzeption Empirische Literaturwissenschaft" aufzunehmen. Erkenntlich bin ich ihnen auch für ihre kritische Durchsicht des Manuskriptes.

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Manchmal ist die Rede von Distributionsapparaten oder Verbreitungsmedien, dazu geh6rt dann beispielsweise der Telegraf. Hier steht die irrtiimliche Ansicht Pate, Medien seien vor allem dazu da, etwas zu transportieren - was aber mit Kommunikation erst einmal nichts zu tun hat, sondern allenfalls eine Vorbedingung dafur sein kann. Eine andere immer wieder zu findende Definition von Medien als "technological extensions" (Real 1989: 19) geht unter anderem auf McLuhan (1992; vgl. auch Krotz 2001a) zurUck: Danach ist aber auch ein Auto ein Medium, insofern es die menschlichen "Organe", in diesem Fall die FtiBe, erweitert und die Fortbewegung perfektioniert: es vermittelt zwischen Raum und Individuum.

Weischenberg, Siegfried (1997): Neues vom Tage. Die Schreinemakerisierung unserer Medienwelt. Hamburg: Rasch und R6hring. Weiss, Hans-JUrgen/Trebbe, Joachim (2000): Femsehen in Deutschland 19981999. Programmstrukturen - Programminhalte - Programmentwicklungen. Berlin: Vistas. Theoretische Implikationen Unterhaltung, die der Unterhaltung dient? Talkshows zwischen Trash und Geschaft, Unterhaltung und Diskussionsangebot Friedrich Krotz 1. Talkshows als Trash oDd das Third-PersoD-Problem Talkshows sind als Fernsehsendungen inszenierte Unterhaltungen, die das Publikum informieren und unterhalten, es jedenfalls an den Bildschirm binden sollen.

Beide Gesprache sollten vor einer identischen Kulisse und ohne Saalpublikum stattfinden; die Kandidaten sollten stehen (vgl. Hornig et al. 2002). 2 Dieser Auftritt stellt eine weitere Wegmarke eines seit den neunziger 1ahren des vergangenen 1ahrhunderts zu beobachtenden generellen Wandels der personenbezogenen Politikvermittlung im Femsehen dar, der unter dem Signum der "Talkshowisierung" des Politischen (SarcinellifTenscher 1998) sowohl in der publizistischen Debatte als auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung diskutiert wird.

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